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Sri Lanka

Tiefe Betroffenheit über Ausmaß der Gewalt auf Sri Lanka

Die St. Anthony Church in Colombo war eines der sechs Anschlagsziele am Ostersonntag in Sri Lanka (Archivbild von 2018)

Die St. Anthony Church in Colombo war eines der sechs Anschlagsziele am Ostersonntag in Sri Lanka (Archivbild von 2018)

Angesichts der Katastrophe auf Sri Lanka haben Christinnen und Christen weltweit in Gebeten ihre Solidarität mit den Verletzten und Hinterbliebenen der Opfer zum Ausdruck gebracht. Ziel der Bombenanschläge waren unter anderem auch drei Kirchen, während die Gläubigen die Ostermesse feierten.

Mit tiefer Bestürzung und großer Trauer haben Christinnen und Christen in den Ostergottesdiensten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau den Opfern der schrecklichen Bombenanschläge auf Sri Lanka gedacht. In Gebeten haben sie ihre Solidarität mit den Verletzten und Hinterbliebenen der Opfer sowie den christlichen Kirchen und Ausdruck gebracht.

Fürbitte für die Opfer auf Sri Lanka bei "Kirche im hr"

Kirchenpräsident Volker Jung schrieb dazu am frühen Ostermorgen: „Furchtbare Nachrichten aus Sri Lanka am Ostermorgen! Die Osterbotschaft steht jeder Gewalt, jedem Terror und dem Tod entgegen: Gottes Kraft, seine Liebe sind größer – Gott schenkt Leben! Meine Gedanken und Gebete sind bei den Opfern der Anschläge und allen, die helfen, um Menschenleben zu retten.“ 

Bomben während der Ostermesse

Ziel der Bombenanschläge waren unter anderem auch drei Kirchen, während die Gläubigen die Ostermesse feierten. Weltweit nimmt die Christenheit Anteilnahme an den schrecklichen Ereignissen und zeigt sich tief betroffen angesichts des Ausmaßes der Gewalt. „Vor einigen Wochen waren Moscheen in Neuseeland das Ziel von Anschlägen; jetzt sind es Kirchen und touristische Ort in Sri Lanka – auch wenn wir dagegen aufbegehren, halten wir gerade an Ostern daran fest, dass Gewalt nicht zu Gewalt führen darf. Ostern bestärkt uns in dem Glauben, dass Gewalt, Hass und Tod nicht das letzte Wort haben werden,“ so Kirchenpräsident Jung in einer ersten Reaktion.

Evangelische Kirchengemeinde unterstützt seit Jahren Projekte auf Sri Lanka

Auch mit Taten unterstützt die evangelische Kirche die Menschen auf Sri Lanka – bereits seit 30 Jahren. Die „Eine-Welt-Gruppe“ der Evangelischen Burgkirchengemeinde fördert Zusatzunterricht und -verpflegung für Kinder aus ärmlichen Verhältnissen, die Betreuung und Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen sowie Patenschaften für Kinder mittelloser Eltern.

Zum Hilfsprojekt der Burgkirchengemeinde auf Sri Lanka

Informationen des Auswärtigen Amtes

Das Auswärtige Amt informiert darüber, dass die Lage unübersichtlich sei. Reisende werden gebeten, die Anschlagsorte weiträumig zu meiden, die lokalen Medien zu verfolgen, engen Kontakt zu Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zu halten und den Anweisungen von Sicherheitskräften zu folgen.  

Versöhnungsprozess steht aus

Sri Lanka – mehrheitlich buddhistisch – ist ein beliebtes Touristenziel. 26 Jahre lang war es von einem heftigen Bürgerkrieg gezeichnet. Im Norden des Landes – mit hinduistischer Mehrheit – kämpfte eine Rebellengruppe für einen unabhängigen tamilischen Staat. 2009 unterzeichneten beide Seiten einen Friedensvertrag. Ein Versöhnungsprozess zwischen den ehemals verfeindeten Gruppen steht bis heute aus. Die Regierung Sri Lankas ist um eine multireligiöse und tolerante Politik bemüht. Christen mit ca. 7% und Muslime mit ca. 9% gehören zu den religiösen Minderheiten.

Informationen und Impulse bei Katastrophen und Anschlägen


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